Die Studenten der Freien Hochschule Freiburg haben sich dieses Jahr nicht die Gelegenheit entgehen lassen, eine der wichtigsten Messen für Film und VFX zu besuchen: vom 3. bis 6. Mai besuchten circa 20 Studierende die FMX 2011 in Stuttgart.
Nummer 1 auf der Highlight-Liste: die hochinteressanten Making-Ofs. Animationslegende Bill Kroyer erklärte, mit welch komplizierten Methoden der Nerd-Klassiker Tron (1982) entstanden ist. Das Pariser Studio N3d Lands zeigte, wie man einen wissenschaftlich fundierten IMAX-3D-Film produziert (“Sea Rex”). Die österreichische Firma Cybertime veranschaulichte ihren Cinema4D-Workflow am Beispiel eines M&M-Werbespots mit Fussball-Legende Toni Polster. Natürlich waren auch alle High-End-Produktionen aus Übersee vertreten: von Rango bis Rio, von King’s Speech bis Konferenz der Tiere!
Dominierend war das Thema Stereoskopie. Diverse Verfahren (Shutterbrillen, Polfilter) und verschiedene Anwendungsbereiche (Consumermarkt, Postproduktion, Kinofilme) wurden besprochen sowie ihre Vor- und Nachteile erörtert. Dank der immer weiteren Verbreitung rückt die 3D-Produktion auch für Studenten in greifbare Nähe, zumindest was 3D-Animationen angeht. Die stereoskopische Live-Action-Aufnahme stellt noch enorme Anforderungen an Planung und Technik, was studentische Filmprojekte noch eine gewisse Zeit daran hindern dürfte, echte Stereoskopie-Filme in Angriff zu nehmen.
Zahlreiche Workshops erlaubten einen Einblick in die Arbeitswelt der Profis, seien es “kleinere” deutsche Studios oder die Player wie Dreamworks oder die Walt Disney Studios. Die ganz begehrten Events wie z.B. die Vorträge zu Rango und manche Screenings waren aufgrund des großen Andrangs überfüllt, sodass manche leider nicht jeden Vortrag sehen konnten. Das nächste Mal stellen wir uns halt früher an
Ebenfalls interessant für die Studenten waren die Recruitment Boards. Pixomondo, The Framestore, Dreamworks, Disney und andere waren auf der Suche nach Nachwuchs und fleissigen Praktikanten. Es hat zwar keiner direkt einen Job bekommen (wäre ja auch der Knaller gewesen), aber die Studenten wissen nun schon etwas genauer, worauf die Unternehmen bei Bewerbungen achten.
Alles in allem ein absolut lohnenswertes Erlebnis, das allen Teilnehmern wertvollen Input gegeben hat auf dem Weg in die Arbeitswelt und für den persönlichen Werdegang.